1 · Warum der Dateiaustausch zurück ins eigene Haus gehört
Im Juli 2026 ist der erweiterte Support für SharePoint Server 2016 und 2019 ausgelaufen, zum Jahresende folgt der Office Online Server. Damit stehen viele IT-Abteilungen vor derselben Entscheidung: in die Microsoft-Cloud wechseln — und die Inhalte in die Reichweite des US CLOUD Act bringen — oder einen Weg finden, der die Daten im eigenen Rechenzentrum belässt.
Die Frage ist dabei nicht, wo die Daten liegen, sondern wer rechtlich und technisch darauf zugreifen kann. Ein Rechenzentrum in Frankfurt löst das Problem nicht, wenn der Anbieter einem US-Konzern gehört. Und solange es keinen freigegebenen Weg gibt, entsteht Schatten-IT: Mail-Anhänge, private Cloud-Konten, USB-Sticks — genau die Wege, über die niemand Auskunft geben kann, wenn es darauf ankommt.
Supportende
SharePoint 2016/2019 außerhalb des erweiterten Supports, Office Online Server zum Jahresende. Weiterbetrieb ohne Sicherheitsupdates ist keine Option.
Drittstaatenzugriff
Anbieter mit US-Mutter können zur Herausgabe verpflichtet werden — unabhängig vom Speicherort. Für Betriebsgeheimnisse und personenbezogene Daten ein kalkulierbares Risiko.
Schatten-IT
Große Dateien scheitern an Mail-Limits. Die Umwege sind weder dokumentiert noch abgesichert — und fallen erst im Schadensfall auf.
Lock-in
Proprietäre Formate und Exportgrenzen machen den Wechsel teuer. Offene Schnittstellen sind ein Verhandlungsargument, kein Beiwerk.
2 · Was die Enterprise Edition leistet
PowerFolder Enterprise ist ein Sync-, Share- und Backup-Server für den Betrieb auf eigener Hardware. Beliebige Ordner, Dateien jeder Größe, automatische Synchronisierung auf alle Geräte — und ein Berechtigungsmodell, das sich an Ihrer Organisation orientiert statt an einem Ordnerbaum.
- Office gemeinsam bearbeiten. ONLYOFFICE ist integriert — Dokumente, Tabellen und Präsentationen entstehen im Browser, gleichzeitig, ohne Export.
- Freigaben nach außen. Links mit Ablaufdatum, Passwort, Download-Limit und QR-Code statt Mail-Anhang. Jederzeit widerrufbar.
- Versionierung und Archiv. Jede Änderung bleibt nachvollziehbar; überschriebene und gelöschte Dateien sind wiederherstellbar.
- Backup inklusive. Server-seitige Sicherung der Clients, ohne zweites Produkt.
- Alle Plattformen. Native Clients für Windows, macOS, Linux, iOS und Android, dazu das Outlook-Add-in und WebDAV.
- P2P im LAN. Große Dateien gehen zwischen Standorten direkt — das entlastet die Leitung.
3 · Integration in Ihre vorhandene Infrastruktur
Eine neue Plattform ist nur so gut wie ihre Anbindung. PowerFolder bringt keine eigene Nutzerverwaltung mit, die Sie zusätzlich pflegen müssten — es benutzt Ihre.
- Verzeichnis & Anmeldung
- Active Directory, LDAP, SAML, Kerberos und OpenID Connect. Rollen und Organisationseinheiten kommen aus dem Verzeichnis, ein Austritt wirkt sofort. Bei der Anmeldung über SAML erreicht das Passwort unsere Server nie — es wird ausschließlich mit Ihrem Identity Provider ausgetauscht. Mehrfaktor-Authentisierung, Passwortrichtlinien, begrenzte Anmeldeversuche und IP-Sperren gehören dazu.
- Protokollierung & SIEM
- Sicherheits-, Fehler- und Systemereignisse gehen über Syslog an Ihr SIEM — im Einsatz sind unter anderem Splunk, Elastic und Graylog. Protokolliert werden An- und Abmeldungen, fehlgeschlagene Versuche, Änderungen an Konten, Gruppen und Rollen, Freigaben, Up- und Downloads, Löschungen, Wiederherstellungen, Rechteänderungen, administrative Eingriffe und API-Zugriffe.
- Monitoring
- SNMP und Alarmierung bei kritischen Zuständen. Anbindungen an PRTG, Zabbix, Nagios oder Icinga sind üblich.
- Automatisierung
- Eine dokumentierte REST-API für Konten, Ordner und Freigaben — damit lässt sich die Nutzerverwaltung an vorhandene Prozesse hängen. Die Schnittstelle ist unter apidoc.powerfolder.com offen dokumentiert.
- Zugriff ohne Client
- WebDAV für Laufwerksbindung und Fachanwendungen, dazu die Weboberfläche.
4 · Betrieb und Skalierung
- Hochverfügbarkeit im Cluster. Horizontal skalierbar, redundante Replikation über mehrere Knoten — bewährt an Hochschulen mit hunderttausenden Studierenden und in Konzernen.
- Mandantenfähigkeit. Mehrere Organisationen auf einer Installation, sauber getrennt, mit eigener Administration je Mandant.
- Föderation zwischen Servern. Standorte oder Verbundpartner tauschen Ordner aus, ohne ihre Server zusammenzulegen.
- White-Label und Branding. Oberfläche, Clients und E-Mails unter Ihrer Marke.
- Kommerzielles Hosting erlaubt. Wenn Sie den Dienst selbst anbieten wollen, deckt die Lizenz das ab — Grundlage unseres Partnerprogramms.
- Support aus Deutschland mit vereinbarten Reaktionszeiten, auf Wunsch telefonisch und mit Fernwartung.
Die betrieblichen Voraussetzungen stehen in den Server System Requirements, die Einrichtung im Server Guide.
5 · Sicherheit, Datenschutz, Nachweisbarkeit
Daten und Schlüssel im Haus
Beim Eigenbetrieb liegen Inhalte und Schlüsselverwaltung vollständig bei Ihnen. Kein Zugriff durch uns, kein Herausgabeanspruch nach dem US CLOUD Act — dal33t GmbH ist ein deutsches Unternehmen ohne US-Konzernbezug.
Verschlüsselte Übertragung
AES- verschlüsselte Übertragung über SSL/HTTPS, dazu RSA-Geräteauthentifizierung: Jedes Gerät weist sich gegenüber dem Server aus.
Granulare Berechtigungen
Lesen, Schreiben, Administrieren — je Ordner, je Gruppe, je Rolle. Externe erhalten befristete Links statt Konten.
Lückenlose Protokolle
Wer hatte wann Zugriff auf welches Dokument — exportierbar und an Ihr SIEM angebunden. Die Grundlage für Prüfungen und Auskunftsersuchen.
Für Häuser mit besonderen Anforderungen: die Security Information beschreibt Härtung, Schlüsselverwaltung und Incident-Response. Der öffentliche Sektor findet die rechtliche Einordnung im Whitepaper Datensouveränität.
6 · Preise
Zwei Wege in den Eigenbetrieb — derselbe Server, dieselbe Installation. Sie können klein anfangen und später lizenzieren, ohne etwas zu migrieren.
Community Edition
- Ohne Registrierung, ohne Lizenzschlüssel, ohne Zeitlimit
- WebDAV, LDAP-Anmeldung, alle Clients, ONLYOFFICE
- Speicher nach eigener Hardware
- Community-Support, kein Cluster
Enterprise Edition
- Unbegrenzte Nutzerzahl
- Support aus Deutschland, vereinbarte Reaktionszeiten
- Hochverfügbarkeit im Cluster, Mandantenfähigkeit, Föderation
- White-Label, kommerzielles Hosting erlaubt
Alle Beträge netto. Volumen- und Bildungstarife auf Anfrage; Hochschulen rechnen über DFN-Preise ab. Upgrade ohne Migration: Die Lizenz wird in die bestehende Installation eingespielt — Nutzer, Ordner und Daten bleiben unverändert. Keine eigene IT-Mannschaft? Dann ist die gehostete Cloud die einfachere Wahl.
7 · Von der Testinstallation zum Rollout
- 1 · Testinstallation
- Server herunterladen, auf einer virtuellen Maschine aufsetzen, bis 50 Nutzer kostenfrei betreiben. Kein Vertrieb nötig, kein Schlüssel, kein Zeitlimit.
- 2 · Integration
- Verzeichnisdienst, Backup, Monitoring und Rollenkonzept anbinden. Ab hier ist das System Teil des regulären IT-Betriebs und kein Sonderfall mehr.
- 3 · Pilot
- Eine Abteilung, ein realer Anwendungsfall, vier bis sechs Wochen. Ziel ist nicht der Funktionstest, sondern die Bestätigung der Betriebsannahmen.
- 4 · Rollout
- Schrittweise nach Organisationseinheiten. Die alten Wege werden erst geschlossen, wenn der neue trägt — und die Lizenz wird eingespielt, sobald Sie über 50 Nutzer wachsen.
8 · Häufige Fragen
Was kostet PowerFolder Enterprise?
Die Enterprise Edition kostet 4,00 € netto je Nutzer und Monat und wird ab 51 Nutzern lizenziert. Bis 50 Nutzer ist die Community Edition dauerhaft kostenfrei. Volumen- und Bildungstarife auf Anfrage.
Auf welchen Systemen läuft der PowerFolder Server?
Der Server läuft auf Windows- und Linux-Servern im eigenen Rechenzentrum. Clients gibt es für Windows, macOS, Linux, iOS und Android, dazu ein Outlook-Add-in und WebDAV-Zugriff.
Lässt sich PowerFolder an Active Directory anbinden?
Ja. Im Eigenbetrieb meldet PowerFolder gegen das vorhandene Verzeichnis an: Active Directory, LDAP, SAML, Kerberos und OpenID Connect. Rollen und Organisationseinheiten kommen aus dem Verzeichnis, ein Austritt wirkt sofort. Bei SAML erreicht das Passwort unsere Server nie.
Was unterscheidet die Community Edition von der Enterprise Edition?
Die Community Edition ist bis 50 Nutzer kostenfrei und umfasst WebDAV, LDAP-Anmeldung, alle Clients und ONLYOFFICE. Support mit vereinbarten Reaktionszeiten, Hochverfügbarkeit im Cluster, Mandantenfähigkeit, Föderation, White-Label und kommerzielles Hosting sind der Enterprise Edition vorbehalten. Die Lizenz wird in dieselbe Installation eingespielt — Konten, Ordner und Daten bleiben.
Können wir unser Monitoring und SIEM anbinden?
Ja. Sicherheits-, Fehler- und Systemereignisse gehen über Syslog an Ihr SIEM, im Einsatz sind unter anderem Splunk, Elastic und Graylog. Dazu SNMP, eine REST-API und Alarmierung; Anbindungen an PRTG, Zabbix, Nagios oder Icinga sind üblich.
Bleiben die Daten wirklich im Haus?
Beim Betrieb im eigenen Rechenzentrum liegen Daten und Schlüssel auf Ihrer Hardware. Es gibt keinen Zugriff durch uns und keinen Herausgabeanspruch nach dem US CLOUD Act, da dal33t GmbH ein deutsches Unternehmen ohne US-Konzernbezug ist.
Können wir vorher testen?
Ja. Laden Sie den Server herunter und betreiben Sie ihn bis 50 Nutzer kostenfrei — ohne Registrierung, ohne Lizenzschlüssel, ohne Zeitlimit. Wächst die Installation darüber hinaus, wird die Lizenz eingespielt.
Sprechen Sie mit jemandem, der Server betreibt.
Wir gehen Ihren Fall durch: Nutzerzahl, Verzeichnisdienst, Speicher, Hochverfügbarkeit, Zeitplan. Sie bekommen ein Angebot und eine ehrliche Einschätzung, ob der Eigenbetrieb für Sie der richtige Weg ist — auf Deutsch, mit Technikern statt Vertrieblern.
